Nachhaltige Wirtschaft

  • Die Geldwert-Illusion. Nur äußerst selten gelingt es politischen Instanzen, mit Herausforderungen realitätsgerecht problemlösend umzugehen.

    Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist eindeutig klar, dass Geld keinen stabilen Wert in sich hat. Geld ist ein Mittel, das wir zum Bezahlen benutzen. Geld hat nicht einmal eine feste Form. Zum Bezahlen verwenden wir Münzen, mit Zahlen bedruckte Papiere, Plastikkarten, Scanner oder Klicks auf Computer und Mobiltelefone. Geld ist etwas Symbolisches, das sich gut zum Tauschen eignet: ein Tauschobjekt. Sein Wert beruht einzig und allein auf Vertrauen – dem Vertrauen darauf, etwas Wertvolles anderes dafür erhalten zu können: etwas, das unmittelbarer dem Leben dient. Wenn das Mangelware geworden ist, hilft uns alles Geld der Welt nicht weiter. Dann gibt es auch kaum noch Kredit. Die eigentlichen, die ewigen, Grundlagen des menschlichen Lebens beruhen nicht auf Geld, sondern auf Naturprodukten und Bodenschätzen, Zuneigung, Liebe, Sexualität und Schaffenskraft (Energie, Kreativität) zugunsten vernünftigen Handelns: der Bereitschaft und Fähigkeit, qualitativ möglichst hochwertige Produktions- und Dienstleistungen zu erbringen, um die Lebensqualität zu steigern.

  • Notwendig ist eine gemeinnützige Wirtschaft, die für das Allgemeinwohl sorgt

    Offener Brief zur Reaktion von Professor Dr. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, auf die päpstliche Enzyklika „Fratelli tutti“: Papst Franziskus setzt sich in seiner Enzyklika „Fratelli tutti“ für „Geschwisterlichkeit“ ein, für ein friedfertiges, einander unterstützendes, kooperatives Handeln, das dem Subsidiaritätsprinzip entspricht. Dieses Prinzip prägte die Konzeption der Organisationen der Vereinten Nationen sowie des Grundgesetzes, aller freiheitlich-demokratischen Verfassungen. Der Schutz und die Achtung der Menschenwürde werden gefordert, um den Rechtsextremismus zu überwinden, der in Europa im römischen Reich unter dem Diktator Julius Caesar und in Deutschland unter Adolf Hitler vorherrschend war. Dazu passt nur eine gemeinnützige genossenschaftliche Wirtschaft, die für das Allgemeinwohl sorgt.

  • Die Rechtsordnung der Weltwirtschaft

    Bereits der Begründer der klassischen Nationalökonomie, der Moralphilosoph Adam Smith (1723-1790), hielt es für selbstverständlich, dass wirtschaftliches Handeln bewusste sorgfältige Regulation erfordert, um dem Allgemeinwohl gerecht zu werden und nicht außer Kontrolle zu geraten. Um zuverlässig abschätzen zu können, was politisch und wirtschaftlich angemessen und geboten ist, sind Kenntnisse und Einsichten zu den Naturgegebenheiten in Form naturwissenschaftlicher Bildung unverzichtbar. Wo es an solcher Bildung mangelt, wird quasi im Blindflug gehandelt. Zwangsläufig führte dieser Mangel zum Verheeren der Erde, in zunehmende kriegerische Auseinandersetzungen, in die heutige Globalisierungskatastrophe.

  • Die UNO ist kompetenter als Merkel/Sarkozy; unter ihrem Rettungsschirm können zukünftig alle unbesorgter leben 

    Die finanziellen Rettungsbemühungen der Europäischen Zentralbank EZB waren stets umstritten. Das liegt u.a. daran, dass diesem Ansatz nicht eindeutige naturwissenschaftliche Klarheit zugrunde liegt, so wie sie in der Mathematik und Physik möglich ist,  sondern eine Art von Glaubenslehre, die sich allzu leicht als Irrglauben oder Aberglauben erweisen kann. Max Weber hatte aufgezeigt, dass die kapitalistische Wirtschaftslehre auf religionssoziologischen Grundlagen beruht. Können Auslegungsweisen der Bibel eine zuverlässige Basis für heutige Wirtschafts- und Finanzpolitik sein? Davon auszugehen, fällt heutigen Unternehmer*innen eher schwer. Demgegenüber war das für den Begründer der modernen Nationalökonomie, Adam Smith, ganz selbstverständlich gewesen.

  • Die Logik optimaler Kooperation

    Die Organisationen der Vereinten Nationen wurden gegründet, damit weltweit bestmöglich für das menschliche Wohl gesorgt wird – für common wealth and public health. Dementsprechend fallen der Politik, der Wirtschaft und dem Finanz-, Rechts-, Gesundheits- und Bildungswesen die Aufgabe zu, optimal miteinander zu kooperieren, um allen Menschen zu befriedigender Lebensqualität zu verhelfen. Das erfordert Regulierungsmaßnahmen (= Regeln und deren Einhaltung). Zu sorgen ist dafür, dass diese Regelungen weder zu bürokratisch-starr noch zu unverbindlich-offen gestaltet werden. Weil das dazu Hilfreiche allzu oft noch nicht klar genug herausgestellt und öffentlich bekanntgemacht wurde, kam es zu verheerenden Schwierigkeiten und Überforderungen von Mitarbeiter*innen im Hinblick auf ihre eigenen Fähigkeiten und Vorgehensweisen.

  • Der Ausweg aus der Globalisierungs- und Finanzkrise

    Seit dem „Fall der Mauer“ (1989/90) konnten westliche Wirtschaftsunternehmen ihre Erfolgsrezepte weltweit recht ungehindert anwenden. Heutzutage scheint der höchste Wert darin zu bestehen, großzügig über finanzielle Mittel verfügen zu können. Mit Macht und Geld scheint alles machbar zu sein, auch für staatliche Regierungsinstanzen. Dagegen spricht, dass sich die konkreten Folgen solcher Steuerungspolitik nicht im Voraus zutreffend abschätzen lassen. Deshalb wird das Beabsichtigte allzu häufig verfehlt. Demgegenüber beruht das Konzept der Vereinten Nationen zu verantwortungsbewusstem Umgang mit Vermögen und Geld auf gesundem Menschenverstand.

  • Psychologische Erkenntnisse sind grundlegend für eine ökologisch-achtsame soziale Weltmarkt-Wirtschaft

    Die Menschen- und Grundrechte dienen friedlichem Zusammenleben und der Vermeidung von Schädigungen. Sie ergaben sich aus psychologischen Erkenntnissen als hilfreiche Mittel zur Herbeiführung eines global-einheitlichen Rechtswesens sowie einer ökologisch-achtsamen nachhaltigen Ordnung der Weltwirtschaft. Die Beachtung dieser Rechte verhilft zu einer enormen Steigerung der menschlichen Produktivkräfte, zur Verbesserung der Gesundheit und Zufriedenheit der Bevölkerung sowie zu einer immensen Verringerung der Staatsausgaben. Überall ist die Bevölkerung mit dem Nutzen der Beachtung dieser Rechte gründlich vertraut zu machen.